Servus beinand',
der Max berichtet vom letzten Heimspiel:
"Zum vergangenen Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg machten sich wieder
einige Allgäu Schalker auf den Weg nach Gelsenkirchen. Und wie man es
von unserem Fanclub gewöhnt ist, stand an diesem Wochenende nicht nur
das Bundesligaspiel auf dem Programm: Los ging es bereits am Freitag, denn was wäre denn so ein
Bundesligaspiel ohne eine angemessene Spielvorbereitung? So musste also
Düsseldorf am Tag vor dem Spiel für die ersten Getränke herhalten.
Am
Ende war es erwartungsgemäß ein doch längerer Abend, doch das hielt
unsere Jungs natürlich nicht davon ab, am Samstag pünktlich in der
Nordkurve zu stehen.

Das Spiel selbst begann aus Schalker Sicht nicht wie erwartet; nach
13 Minuten verwertete Mario Gomez sehenswert einen Freistoß aus dem
Halbfeld zum vermeintlichen 0:1, allerdings wurde das Tor zurecht
aufgrund einer Abseitsposition aberkannt. Man mag es kaum glauben, aber
das haben die Herren Schiedsrichter glatt ohne Videobeweis erkannt!
Diese
Aktion war dann eine Art Weckruf für die Blauen: kurz darauf hatte
Franco Di Santo Pech mit einem Kopfball, als Casteels auf dem Posten
war. Andernfalls wäre nach seinem Pokaltor der Gesang "Wir saufen bis Di
Santo trifft" wohl wirklich noch ausgestorben... kurz darauf landete
der Ball von Amine Harit nach sauberer Einzelaktion nur am Pfosten,
wobei auch hier Koen Casteels glänzend reagierte. Schalke arbeitete
weiter an einer mittlerweile verdienten Führung. Es dauerte bis zur 42.
Spielminute, als nach einer Oczipka-Ecke Guilavogui Thilo Kehrer mit
beiden Armen umklammerte und den Schalker damit im Strafraum zu Fall
brachte. Schiedsrichter Schmidt hatte die Szene nicht 100% wahrnehmen
können und nahm somit Kontakt mit seinem Kollegen in Köln auf, der ihm
die Elfmeterentscheidung aufs Ohr gab. Nabil Bentaleb verwandelte zur
1:0 Pausenführung.

Zu Beginn der 2. Halbzeit hatte Schalke durch
einen Freistoß von Bastian Oczipka eine weitere gute Chance auf 2:0 zu
erhöhen und so für die Vorentscheidung zu sorgen.
Ein weiterer
Aufreger dann keine 04 Minuten später: Naldo geht im Luftduell gegen
Yannick Gerhardt hart zu Werke und köpft den Ball aus der Gefahrenzone.
Aus welchem Grund auch immer nimmt Markus Schmidt erneut Kontakt mit
Köln auf. Auch der Videoassistent kann ihm hier scheinbar nicht
weiterhelfen, sodass der Referee in seine "Video-Area" an den
Spielfeldrand geht und dann auf Strafstoß entscheidet. Auch wenn Mario
Gomez den Elfmeter verschießt, weil er auf dem doch sehr seifigen
Schalker Rasen wegrutscht, erlaube ich mir neben der Frage nach dem
Grund für diese Schiedsrichterentscheidung auch die Frage, warum es
einen Videoassistenten gibt, der den Spielleiter unterstützen soll, wenn
dieser dann sagt "ich will keine Entscheidung treffen, schau dir das
ganze selber nochmal an". Meiner Meinung nach ist dann entweder der
Videoassistent selbst oder aber der Monitor am Spielfeldrand komplett
überflüssig!
Aber gut, zurück zum Spiel: Kurz vor dem Ende der
Partie gibt es bei einem langen Ball der Gäste eine Uneinigkeit zwischen
Naldo und Thilo Kehrer und letzterer geht klar mit der Hand zum Ball,
was eigentlich einen klaren Elfmeter zur Folge hätte. Eigentlich - denn
hier entscheiden sowohl Markus Schmidt, als auch Marco Fritz in Köln
skurrilerweise auf Weiterspielen. Die nächste klare Fehlentscheidung!
Auch wenn es uns Schalkern recht sein sollte, kann man auch anhand
dieser Situation nochmal die Sinnhaftigkeit der Videoassistenten, so wie
sie aktuell eingesetzt werden, hinterfragen.
Aber Schalke wäre ja
nicht Schalke, wenn man den sichergeglaubten 1:0 Sieg nicht noch aus
der Hand geben würde. In den 04 Minuten Nachspielzeit war Heischis
legendäres "Ham mer die poliert" schon bis nach Oberstdorf zu hören, als
Divock Origi die letzte Wolfsburger Offensivaktion mit dem Tor zum 1:1
krönte.
Letzten Endes muss man festhalten, dass Schalke in der
zweiten Halbzeit viel zu wenig stattgefunden hat. Ein nicht überragender
Gegner hatte plötzlich 70% Ballbesitz und auch wenn man in der ersten
Hälfte viele gute Möglichkeiten hatte, geht das
schmerzhafte Unentschieden leider in Ordnung. Es war übrigens
das sechste Unentschieden im sechsten Spiel der Wölfe unter Martin
Schmidt - Bundesligarekord.
Weniger Schmerzhaft war es womöglich für die Allgäu Schalker, die am
Abend dann noch ordentlich alkoholische Getränke über diesen
"Rückschlag" laufen ließen."
Glück auf!